Eigentlich sagt die Überschrift schon alles zum Thema. Und sicher denkst du dir jetzt: Noch ein weiterer Beitrag in der Reihe der unzähligen Blogartikel zum Bullet Journal. Und irgendwie hast du damit ja auch recht.

Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Beitrag, der Teil einer Serie werden soll, tatsächlich schreiben soll.

Aber ich persönlich stehe immer wieder vor Alltagsproblemen hinsichtlich meines Bullet Journals, die ich nicht mit den herkömmlichen Blogbeiträgen gelöst bekomme. In einer bestimmten Lebenssituation frage ich mich, wie ich das Problem oder vielmehr eine Lösung für mich strukturierter festhalten kann. Und dann gehe ich auf die Suche und finde einfach nicht das Passende. Oder ich finde eine Idee, die vom Grunde her passt, aber irgendwie doch nicht das Richtige ist.

Vielleicht denke ich einfach zu kompliziert.

Mir geht es in den nächsten Beiträgen genau darum, dir die verschiedenen Übersichten vorzustellen und zu zeigen, wie ich sie nutze oder du die Übersichten nutzen und für dich anpassen kannst. Nicht alles, was mit einem Bullet Journal gemacht werden kann und du im Internet als Idee findest, passt auch zu deinem Leben. Deshalb finde ich es schön, wenn du weißt, was dir in deiner konkreten Situation helfen kann.

Und dabei muss das Bullet Journal nicht mal ein Bullet Journal oder ein Buch sein. Du kannst die Übersichten auch komplett losgelöst verwenden, wenn sie dir bei deiner Organisation helfen. Ich verwende zum Beispiel lieber einen Planner, weil ich das System so viel flexibler finde.

Für eine bessere Vergleichbarkeit der Übersichten werde ich die Beiträge ähnlich aufbauen.

Zu der Serie gehören folgende Blogbeiträge:

Was ist ein Bullet Journal?

Das Bullet Journal ist ein Planer-System, das sich genau an deine Bedürfnisse anpassen lässt. Es hilft dir, das Chaos im Kopf zu beseitigen und eigene Strukturen zu schaffen. Ob als Kalender, Notizbuch, Projektmanagement-Tool oder Ideenbuch: Alles kannst du mit dem Bullet Journal verwalten. Und der Kreativität sind dabei eigentlich keine Grenzen gesetzt. Mittlerweile kann ich ohne mein Bujo, wie das Journal auch oft genannt wird, gar nicht mehr leben.

Das Bullet Journal wurde von Ryder Carroll, einem New Yorker Designer, entwickelt. Schon während seiner Collegezeit nutze Ryder Carrol das System zum Notieren seiner Informationen. In seinem Buch »Die Bullet Journal Methode« hat er seine Beweggründe für dieses System und die Verwendung ausführlich beschrieben.

Du findest auch im Internet unzählige Beispiele für die Gestaltung deiner Seiten und mögliche Inhalte.

Was ist eine Jahresübersicht?

Im originalen System von Ryder Carol ist die Jahresübersicht das Future Log. Eigentlich geht es hier weniger darum, exakt das Jahr abzubilden, sondern vielmehr darum, die nächsten Monate ab dem aktuellen Zeitpunkt zu zeigen. Wie weit du dabei in die Zukunft gehst, entscheidest du. Üblicherweise beinhaltet das Future Log drei bis sechs Monate.

Die Jahresübersicht ist die Erweiterung des Future Logs. Hier kannst du alle Monate eines Jahres kompakt auflisten.

Ob du dabei Platz lässt, um auch erste Termine einzutragen oder die Übersicht ausschließlich dafür gedacht ist, zu erkennen, welchen Wochentag ein bestimmtes Datum hat, bleibt dabei dir überlassen.

In jedem Fall gibt die Jahresübersicht einen kompakten Überblick, der meist auf einer Doppelseite dargestellt wird.

Bullet Journal Jahresübersicht Katharina

Wofür ist eine Jahresübersicht gut?

Durch die kompakte Ansicht bietet dir die Jahresübersicht einen guten Überblick ohne großes Umblättern. So siehst du viele Informationen auf einen Blick – abhängig davon, wie du die Jahresübersicht angelegt hast.

So kannst du dir im Kalendarium deinen Urlaub farbig markieren und weißt genau, wann du frei hast und keine dienstlichen Termine annehmen darfst.

Wenn du Platz für Termine gelassen hast, bekommst du außerdem eine gute Übersicht über die zukünftigen Ereignisse in deinem Leben. Das hilft vor allem dann, wenn die Monatsübersichten noch nicht so weit in die Zukunft reichen.

Auch für die Erstellung der Monatspläne kann die Jahresübersicht helfen, weil du keinen zusätzlichen Kalender benötigst.

Wie in jedem Kalender kannst du in der Jahresübersicht auch Wochenenden und Feiertage markieren.

Welche Nachteile hat eine Jahresübersicht?

Mit einer Jahresübersicht beginnst du oft, viele Termine doppelt einzutragen. Oft reicht es aus, die Termine in den Monats- oder Tagesplan zu schreiben. In dem Fall kannst du auf die Jahresübersicht verzichten.

Ein weiterer Nachteil kann der wenige Platz werden. Wenn du dich erst im Nachhinein dazu entschließt, die Jahresübersicht nicht nur als groben Überblick zu verwenden, wird es schwierig, noch die Termine einzutragen.

Ich sehe im Internet oft wunderschöne Übersichten, bei denen aber kein Platz für eine notwendige Information ist: die Urzeit. Denn woher weißt du in einem Jahr noch, um wie viel Uhr du beispielsweise zum Zahnarzt musstest, wenn du es nicht notiert hast.

Deshalb solltest du im Vorfeld genau wissen, welche Ansprüche du an die Jahresübersicht hast.

Wie nutze ich die Bullet Journal Jahresübersicht?

Bullet Journal Jahresuebersicht

Als ich mit dem Bullet Journaling in meinem Planer begonnen habe, habe ich auf Jahresübersichten verzichtet. Meine Monatsübersichten hatte ich für ein ganzes Jahr angelegt, sodass eine weitere Übersicht nur doppelte Arbeit bedeutet hätte.

Mittlerweile habe ich aber das Bullet-Journal-System auf mein gesamtes Leben ausgeweitet und somit viel mehr zukünftige Termine, Aufgaben und Ereignisse, die ich notieren muss. Weil der Platz irgendwann nicht mehr ausgereicht hat, habe ich meine Monatsübersichten umgestellt. Diese brauchen nun mehr Platz, sodass ich nur noch ein halbes Jahr in meinem Planner bekomme.

Die Jahresübersicht beginnt nun dort, wo die Monatsübersicht aufhört, und geht dann von diesem Zeitpunkt aus ein Jahr. Ich nutze die Jahresübersicht also eher als Vorschau auf das kommende Jahr, vor allem für das Eintragen von zukünftigen Terminen. So habe ich einen Ort für die Termine, die noch etwas weiter entfernt sind, und muss dennoch nichts doppelt eintragen.

Denn mein größtes Problem zu Beginn des Bullet Journals war, wo ich die Termine notiere, die außerhalb meiner bereits erstellten Monatsübersichten liegen. Dieses Problem konnte ich mit meiner Verwendung der Jahrespläne nun klären.

Die Jahresübersichten sind nun eine sinnvolle Ergänzung zu meinem bisherigen System.

Fazit

Eine Jahresübersicht kann einen guten, kompakten Überblick über das aktuelle Jahr geben und bietet dir die Möglichkeit, zukünftige Termine einzutragen.

Wenn du dir vor der Erstellung der Übersicht im Klaren bist, was du benötigst und was die Jahresübersicht können muss, kann sie eine sinnvolle Ergänzung für deine zukünftige Planung sein. Aber auch, wenn du entschließt, dass die Übersicht für dich keinen Sinn macht, ist das vollkommen ok.

Dein Bullet Journal muss nicht dem entsprechen, was andere tun oder in ihrem Bujo haben. Immerhin ist es dein ganz persönliches System, um dein Chaos im Kopf zu beseitigen.

Nutzt du eine Jahresübersicht? Wenn ja, wie setzt du diese ein?